| Koppel |
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| Zu einem Koppelschloß gehört immer
auch der Koppelriemen. Der Wert eines Schlosses kann
durch den dazugehörigen originalen Lederriemen um ein
vielfaches gesteigert sein. Auch hier sollte man auf
Kopien oder auf manipulierte Stücke achten. Es gab bis 1918 generell 4 Ausführungen: 1. naturfarben ("lohgar") 2. schwarz 3. schwarz in Lackleder für Paradezwecke 4. weiß für Gardetruppen, Kavallerie. |
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| § 56 preuß.
Bekleidungsvorschrift von 1903 1. Leibriemen Am linken, in etwa
7,5 cm Länge nach innen umgelegten Ende ein nach außen gerichteter
Schließhaken von Messing für das Schloß. Der Schließhaken ist 4,5
cm breit und 2 mm stark; er muß aus einem Stück gestanzt sein. –
Um das Abgleiten der linken Patronentasche beim Umhängen des Gepäcks
zu verhüten, ist das umgelegte Ende des Riemens zur Befestigung des
Hakens nur so weit festgenäht, dass vorn ein etwa 4,5 cm langes
Lederstück („Widerhalt“) lose bleibt. |
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| Hakensysteme | |||
| Die
Art und Weise, wie Koppel und Schloss miteinander verbunden wurden,
änderte sich im Laufe der Zeit. Eigentumsstücke können zudem noch
besondere Verschlußsysteme, wie Rollenverschluß oder Haken am
Schloß aufweisen. |
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1848 bis 1895 Breite: 54
mm (!) Nachteil: nicht jeder Riemen paßt auf jedes Schloss! Liegt der Haken zu weit innen, so kann der Haken nicht eingeklinkt werden, da er gegen die Aussenwand des Koppelschlosses schlägt. |
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Sachsen 1867 bis ca. 1871 (?) Die
frühen sächsischen Koppelschlösser waren insgesamt länger und
hatten das Hakensystem. |
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1895 bis 1945
Dies kann als die klassische Art der
Verbindung bezeichnet werden:
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Kavalleriekoppel bis 1918
Bei dieser besonderen Art des Verschlusses wird seitlich ein Haken eingehangen. So bleibt eine "Schnallenoptik" bestehen, das Koppelzeug kann jedoch einfach und schnell ausgehangen werden.
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Eigentumsstücke bis 1918 /
NVA Hier befindet sich der Haken am Schloss und die Öse am Lederreimen. Anmerkung: |
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| Koppelhaken | |||
| Der Koppelhaken kann bereits viel über das Alter des Ledergürtels aussagen. So gab es z.B. Koppel mit Aluminiumhaken nicht zur Zeit des Kaiserreiches. Öfters werden jedoch aus Koppelschloss und Koppelriemen falsch zusammengestellt, bzw. im Verlauf des Einsatzes neu zusammengestellt. Die nachfolgende Auflistung hilft bei einer ersten Einschätzung. | |||
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Koppelhaken aus Messing,
eingenäht 1848 bis 1895 Breite: 54
mm (!)
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Koppelhaken
genietet aus Messing, (hier: Eigentumsstück, Kgr. Sachsen). 1895 bis 1914 Breite: 45 mm Eisen genietet ab 1915, dann bis in die Neuzeit. |
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Koppelhaken
genietet aus Messing, D.R.G.M. . vermutlich 1895 bis 1914 Breite: 45 mm
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Koppelhaken aus
Eisen, eingenäht (hier: Kgr. Sachsen, 1916). ab 1915 bis 1935 Reichswehr: Haken ist breiter! Breite: 45
mm |
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Spezieller Koppelhaken aus
Messing für Kavallerieschnallen, eingenäht (ab 1915 aus Eisen16). Breite: 42 mm |
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Koppelhaken aus
Aluminium. Wehrmacht 1936 bis 1941 Breite: 45 mm Die Rille zur Versteifung
des Hakens ist typisch für Koppelhaken aus der Zeit des
2.WK. |
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Koppelhaken aus
Aluminium. insbes. DRK vermutlich auch 1936 bis 1945 Breite: 45 mm Herstellervariante |
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Koppelhaken aus Eisen. an einem Webkoppel mit Lederlasche Wehrmacht, Luftwaffe 1941-1942 Deutsches Afrikakorps (DAK) Breite: 45 mm |
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Koppelhaken aus Eisen. Wehrmacht 1941 bis etwa 1942 danach Eisen angenietet Ab etwa 1943 entfiel die Schnallzunge. Es gab 6 Lochpaare im Riemen selber. Breite: 45 mm Herstellervariante |
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Koppelhaken aus Eisen. Wehrmacht etwa 1944/45 Eisen angenietet Lederersatz - mit Gummi vergossenes Textilgewebe Breite: 45 mm |
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Koppelhaken aus
Eisen. Bundeswehr Mitte 1980 Hersteller: OLC - Overhoff und Cie. - Lüdenscheid Breite: 50 mm |
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Koppelhaken aus
Eisen. NVA Mitte 1980 Breite: 45 mm |
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| Markierungen | |||
| Auf den Koppelriemen finden sich eine Reihe unterschiedlicher Markierungen, die über Alter und Ursprung Aufschluß geben können. |
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Regimentsbestempelung des Jäger Regiments Nr. 83,1917. |
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Stoffaufkleber eines Eigentumkoppels. Aufnäher in dieser Form waren allgemein üblich und können sich an den unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenständen befinden. |
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Stempel "Eigthm." zur Markierung eines Eigentumstückes. | ||
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Herstellerbezeichnung eines
Koppelriemens mit Aluminiumhaken aus dem Jahr 1939. Diese befinden sich je nach Hersteller an den unterschiedlichsten Stellen. |
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Größenangabe des Koppelriemens. | ||
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Aus Gründen der Geheimhaltung wurde
ab 1942 die explizite Herstellerbezeichnung auf
Wehrmaterial verboten. Es wurde die sog.
Reichsbetriebsnummer (RB Nr.) eingeführt. (hier: RB Nr. 0/0350/0227) |
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| sonstige Markierungen | |||
| D.R.G.M. | Deutsches Reichs-Gebrauchsmuster | ||
| LBA (S) | Luftwaffen Bekleidungsamt (Süd ?) | ||
| BAG | Bekleidungsamt Gardekorps | ||
| BA xx | Bekleidungsamt xx. Korps | ||
| M | Marine | ||
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